Olaf Kistenmacher

Institutionen

https://independent.academia.edu/OlafKistenmacher

Vita

Studium der Philosophie, Geschichtswissenschaft und Psychologie an der Universität Hamburg.

Promotion in Kulturwissenschaften bei Prof. Dr. Inge Marszolek (†) und Prof. Dr. Norbert Finzsch (Köln) an der Universität Bremen:
Arbeit und „jüdisches Kapital“. Antisemitische Aussagen in der Tageszeitung der KPD, Die Rote Fahne, während der Weimarer Republik, 1918 bis 1933.

1995-1997: Studentische Hilfskraft am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Redaktion der Rechtsphilosophischen Hefte.

Juni-Juli 1999: Guide in der Ausstellung „‚Vernichtungskrieg‘. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Freie Akademie der Künste, Hamburg.

Seit 1999: Pädagoge in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

2003-2005: Redaktion der Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland.

Januar-März 2004: Guide in der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht – Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 bis 1944“, Kampnagel, Hamburg.

Seit 2008: Mitglied der Genderwerkstatt der Gedenkstätten in Deutschland.

2009-2010: Koordinator des Projekts „Was tun gegen Antisemitismus?!“ im Rahmen von Vielfalt tut gut – Altona.

2018-2019: Moderation der Veranstaltungsreihe „Antisemitismus im 21. Jahrhundert – was kann man dagegen tun?“. https://www.hamburg.de/politische-bildung/veranstaltungen/12038658/antisemitismus-21-jahrhundert/

 

Publikationen

Monografien:

Was tun gegen Antisemitismus?! Anregungen zu einer Pädagogik gegen Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert, Hamburg 2018, zweite unveränderte Auflage. Download unter: https://hamburg.arbeitundleben.de/img/daten/D291677478.pdf

Arbeit und „jüdisches Kapital“. Antisemitische Aussagen in der KPD-Tageszeitung „Die Rote Fahne“ während der Weimarer Republik, Bremen 2016.

/mit Sina Arnold: Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges, Münster 2016.

Herausgeberschaft:

/mit Hans-Joachim Hahn (Hg.): Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft II. Antisemitismus in Text und Bild – zwischen Kritik, Reflexion und Ambivalenz, Berlin/München/Boston 2019. https://www.degruyter.com/view/product/487690

/mit Hans-Joachim Hahn (Hg.): Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft. Zur Geschichte der Antisemitismusforschung vor 1944, Berlin/München/Boston 2015.

Aktuelle Beiträge für Sammelbände:

Grenzen der Aufklärung. Warum die Kritik des Antisemitismus in der Linken so schwer ist, in: Tom David Uhlig (Hg.): Das Gegenteil von Gut. Antisemitismus nach 1968. Katalog zur Ausstellung, Frankfurt am Main (im Erscheinen).

Facetten des Antisemitismus. Zu den verschiedenen Motiven und Motivationen der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert, in: Hans-Peter Killguss/Marcus Meier/Sebastian Werner (Hg.): Antisemitismus in der politischen Bildungsarbeit. Formen, Debatten, Methoden, Frankfurt am Main 2019, S. 31-46.

Latente Erinnerung – latenter Antisemitismus. Zur Darstellung der modernen Judenfeindschaft in Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, in: Ders./Hans-Joachim Hahn (Hg.): Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft II. Antisemitismus in Text und Bild – zwischen Kritik, Reflexion und Ambivalenz, Berlin/München/Boston 2019, S. 161-194.

Schuldabwehr-Antisemitismus als Herausforderung für die Pädagogik gegen Judenfeindschaft, in: Meron Mendel/Astrid Messerschmidt (Hg.): Fragiler Konsens. Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft, Bonn 2019, zweite Auflage. http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/286293/fragiler-konsens

/mit Sina Arnold: Die üblichen Verdächtigen. Der Fall Ethel und Julius Rosenberg, in: Associazione delle talpe (Hg.): Maulwurfsarbeit IV, Bremen 2018, S. 90-96. Online unter: https://associazione.wordpress.com/2018/12/15/veroeffentlichung-maulwurfsarbeit-iv/

Zur Bedeutung einer Erziehung nach Auschwitz für die Gedenkstättenpädagogik im 21. Jahrhundert. Am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, in: Bettina Bannasch/Hans-Joachim Hahn (Hg.): Darstellen, Vermitteln, Aneignen. Gegenwärtige Reflexionen des Holocaust, Göttingen 2018, S. 371-395.

Aktuelle Beiträge für Zeitschriften:

Nie aufgeklärt und fast vergessen. Der Anschlag auf die Israelitische Kultusgemeinde München im Februar 1970, in: Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart 06 (im Erscheinen). https://neofelis-verlag.de/verlagsprogramm/juedische-studien-israelstudien/992/ver-un-einigung?c=342

Unglaublich. Wende im Fall Wolfgang Seibert, des ehemaligen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, in: Konkret 5/2019. https://konkret-magazin.de/hefte/heftarchiv/id-2019/heft-52019/articles/unglaublich.html

Wer dahintersteckt. Warum sind so viele Verschwörungsideologien antisemitisch?, in: iz3w 371 (Verschwörungstheorien), März/April 2019.

Am rechten Ort? Die ersten KZ-Gedenkstätten erteilen der AfD Hausverbot, in: Konkret 3/2019.

„Trotzki ist kein Jude.“ Antisemitismus in Russland nach der Oktoberrevolution, in: Sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik 12, Juni 2018, S. 5-13.

Anregungen für eine pädagogische Arbeit gegen Antisemitismus in Hamburg, in: Newsletter des Beratungsnetzwerks Hamburg 1/2018. Sonderausgabe zum Thema Antisemitismus, unter: http://beratungsnetzwerk.hamburg/wp-content/uploads/2019/01/BNW-Newsletter-2018-01-_Sonderausgabe-Antisemitismus.pdf

„Australien den Australiern“? Rosa Luxemburgs Analyse imperialistischer Politik als Alternative zum marxistisch-leninistischen Antiimperialismus, in: Zeitschrift für kritische Sozialtheorie und Philosophie, Band 5, Heft 1, 2018, S. 14-37.

From ‚Jewish Capital‘ to the ‚Jewish-Fascist Legion in Jerusalem‘: The Development of Antizionism in the German Communist Party (KPD) in the Weimar Republic, 1925-1933, in: Engage Journal 3, September 2006, unter: https://engageonline.wordpress.com/2015/11/04/from-jewish-capital-to-the-jewish-fascist-legion-in-jerusalem-the-development-of-antizionism-in-the-german-communist-party-kpd-in-the-weimar-republic-1925-1933/

From ‚Judas‘ to ‚Jewish Capital‘: Antisemitic Forms of Thought in the German Communist Party (KPD) in the Weimar Republic, 1918-1933, in: Engage Journal 2, Mai 2006, unter: https://engageonline.wordpress.com/2015/11/04/from-judas-to-jewish-capital-antisemitic-forms-of-thought-in-the-german-communist-party-kpd-in-the-weimar-republic-1918-1933-olaf-kistenmacher-engage-journa/

Aktuelle Rezensionen:

Kaltland (Über den Film „Der zweite Anschlag“), in: Konkret 6/19. 

Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess (2019), in: Konkret 6/19.

Im Werden begriffen. Michail Bulgakows Romandebüt Die Weiße Garde in neuer Übersetzung, unter: https://literaturkritik.de/weisse-garde-michail-bulgakow-romandebuet,25630.html

Das Wesen des Sehens. Teju Coles Foto-Text-Band Blinder Fleck, unter: https://literaturkritik.de/cole-blinder-fleck,25634.html [4.5.2019].

Verflucht (Henri Lefebvre: Die fehlenden Teile, 2018), in: Konkret 1/2019.

Vortragsmitschnitte:

Die KPD und der Judenhass während der Weimarer Republik, 11. September 2018, Berlin. Unter: https://soundcloud.com/hellepanke/die-kpd-und-der-judenhass-wahrend-der-weimarer-republik

Kritik der „nationalen Befreiung“. Zur Erinnerung an Rosa Luxemburg, 7. September 2018, Saarbrücken. Unter: http://finit.blogsport.de/2018/10/08/der-vortrag-von-olaf-kistenmacher-zum-nachhoeren/

/mit Thomas Ebermann, Denis Moschitto und Jörg Pohl: Montage und Erinnerung. Ein Georges-Perec-Abend, 3. Mai 2015, Hamburg. Unter: https://soundcloud.com/dieuntuechtigen/georges-perec

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